Edermünde-Grifte, August 2009
Lautenschläger: Wasserkraftnutzung und -potentiale dürfen nicht zerstört werden
Die Hessische Staatsministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Silke Lautenschläger besichtigte heute die Wasserkraftanlage des Vorsitzenden der Arbeitgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke (AHW) Günter Steinhagen.
Die Wasserkraftanlage, welche über zwei Turbinen mit einer Leistung von max. 500 kW, aus dem Wasser der Eder ökologisch wertvollen und sauberen Strom quasi rund um die Uhr produziert, wurde Anfang des Jahres 2006 mit einem von der Universität Kassel unter der Leitung von Dr.-Ing. Hassinger entwickelten Fischpass ausgestattet, der es insbesondere den Leitfischarten in der Eder ermöglicht, die Wasserkraftanlage problemlos zu passieren. Aus diesem Grunde erfüllt die Wasserkraftanlage Steinhagen auch die Anforderungen der zur Zeit in der Umsetzung befindlichen EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Die Wasserkraftanlage Steinhagen leistet damit wie viele der rund 200 unter dem Dach der AHW versammelten Wasserkraftanlagen einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz und die saubere, risikolose und dezentrale Stromproduktion aus heimischen Regionen. Denn Strom aus Wasserkraft ist aufgrund der fehlenden CO²-Emissionen und den historisch in der Kulturlandschaft eingebetteten Wasserkraftanlagen eine der saubersten und schönsten Erneuerbaren-Energien.
Steinhagen hofft auf die Hilfe der Politik bei der Verbesserung der Verwaltungsverfahren zur Beseitigung rechtlicher und sonstiger Hindernisse für den Ausbau der hessischen Wasserkraft. Viele Wasserkraftwerksbetreiber seien bereit, den ökologischen Zustand an ihrer Anlage noch weiter zu verbessern und sie leistungsfähiger zu machen. Auch kann noch an einigen Wehren die brach liegende Wasserkraft wieder genutzt werden.
Das Land Hessen sollte dabei unterstützen und Anreize für derartige Maßnahmen schaffen. Ökologische und ökonomische Aspekte müssten in Einklang gebracht werden, wenn man sauberen, naturverträglichen Strom auch in Zukunft an heimischen Gewässern produzieren will, so Steinhagen.
Lautenschläger bekräftigte, dass die bestehende Wasserkraftnutzung nicht durch Auflagen zerstört werden darf. Es müsse in jedem Einzelfall geprüft werden, welche Maßnahmen etwa zum Schutz der Fische notwendig und dem Kraftwerksbetreiber zumutbar sind.
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Bilderauswahl der "50-Jahre AHW Jubiläumsmitgliederversammlung" vom 06.-07.09.2007 in Fulda (Die Bilder können aus der .pdf-Datei mit je 1 Klick linke Maustaste und dann 1 Klick rechte Maustaste auf das jeweilige Bild kopiert werden werden) 7 MB groß !
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Link zu einem interessanten Fernsehbericht der Sendung "Herkules" des HR-Fernsehens über die hessische Wasserkraft
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Der Leitfaden für die Vergütung von Strom aus Wasserkraft (Pdf-Datei - 2,2 MB)