Statements zur Wasserkraft

aus dem hessischen Umweltministerium

Anbei zwei Schreiben von zwei verschiedenen maßgeblichen Stellen im Abstand von einigen Monaten mit exakt dem gleichen Wortlaut.  Schreiben 1 Wasserkraft ist schädlich und dann, einige Monate später, auch Schreiben 2 Wasserkraft ist schädlich.

Die jeweilige Passage im zweiten Absatz kann man recht klar dahingehend verstehen, dass unter den Erneuerbaren Energien insbesondere die Wasserkraftnutzung an Hessens Mittel- und Oberläufen ungeeignet bzw. sogar ökologisch unverträglich und damit unerwünscht ist.

Folgt man dieser Sichtweise, so verbleiben in Hessen ein Handvoll Wasserkraftanlagen an den Unterläufen von Main und Fulda.

Diese Sichtweise ist nicht nur einseitig und pauschalisierend, sondern auch vollkommen unwissenschaftlich. Es werden nicht einmal im Ansatz die unterschiedlichen Eigenschaften und erheblichen Vorzüge der verschiedenen Erneuerbaren Energien für unsere Umwelt und unser Klima berücksichtigt. Auch erfolgt keinerlei Abwägung in Bezug auf die derzeitige Art und Weise der umwelt- und klimaschädlichen Stromerzeugung und deren Eingiffen im Vergleich zu den Eingriffen der Wasserkraftnutzung. Hinzu kommt, dass Hessen in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energien bundesweit derzeit eher einen der hinteren Plätze einnimmt und auch kaum Anstrengungen unternimmt, daran etwas zu ändern.

 

Das Land Hessen nimmt mit dieser unwissenschaftlichen und fundamentalistischen Einstellung gegenüber der Wasserkraft eine Außenseiterrolle unter allen Bundesländern ein. In keinem anderen Bundesland werden Dinge wie regionale Wertschöpfung, Netzstabilität und Eigentum derart minder bewertet, nur weil es um Wasserkraft geht.

 

Dies wird ganz offensichtlich nur durch eine schwarz-grüne Politik möglich, die sich nicht mehr an naturwissenschaftlichen Tatsachen orientiert. Die einen verirren sich indem sie sich in die Gewässerökologie einschließen und den Blick für die Realitäten in Umwelt, Klima und Gesellschaft dabei verlieren. Die Anderen geben die kleine Wasserkraft her, da sie die wirklichen Verursacher der Probleme in unseren Gewässern unbehelligt sehen wollen. Es ist keine sachorientierte Entscheidung der Vernunft aufgrund von wissenschaftlichen Fakten, sondern eine Politik des geringsten Widerstandes.

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