Wasserkraft ist Umweltschutz und mehr!

Regenerativer Strom

 

Der wichtigste Beitrag der Wasserkraft zum Umweltschutz ist die Erzeugung von stetigem und regenerativem Strom. Dieser Strom ist Grundlaststrom und muss nicht in großen thermischen Kraftwerken zentralistisch erzeugt und über weite Strecken transportiert werden. Die Wasserkraft vermeidet die Verbrennung von fossilen Energieträgern, den Verbrauch von Uran und damit die Erzeugung von klimaschädlichen Emissionen und Abfall, die unseren Erdball massiv verändern und uns und zukünftigen Generationen das Leben zunehmend schwerer machen.

Müllentsorgung

 

Es werden aber auch direkt gewässerökologisch wertvolle Aufgaben von den Wassermüllern übernommen. Vor den Rechen der Anlagen wird täglich Zivilisationsmüll wie z.B. Kunststoffmüll von dem natürlichem Schwemmgut getrennt und dann entsorgt. Die Reinhaltung der Fischwege und die Gewässer und Gewässerrandstreifen und der Erhalt von unverzichtbaren wasserbaulichen Anlagen z.B. zum Hochwasserschutz entlastet die Kommunen und ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Gerade die kleine Wasserkraft stellt diese Ökodienstleistungen in stetiger bzw. immer wiederkehrender Weise und in großem Umfang zur Verfügung. Eine Einschätzung hierzu finden Sie beispielsweise im Grundsatzpapier von Eurosolar.

Wasserkraft schafft krisensichere Arbeitsplätze

In Hessen sind rund 1000 Personen in der Wasserkraft beschäftigt. Es gibt zusätzlich eine Reihe von Betrieben, die Dienstleistungen und Produkte in ihrem Bereich erbringen oder liefern. Wasserkraftnutzung schafft krisensichere Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Die Betreiber der Wasserkraftanlagen und ihre Angestellten sind täglich im Einsatz, um die Funktion der Anlagen, der Fischwege und die Reinhaltung der Gewässer und Gewässerrandstreifen sicherzustellen. Gerade die kleine Wasserkraft ist für Handwerk, Handel und Industrie eine Technologie, die regionale Wertschöpfung schafft und dauerhaft ermöglicht. Die regionalen Betriebe wie Elektriker, Schlosser, Maschinenbauer, Tiefbauunternehmer, Erdbauer, u.v.m. finden dort krisensichere und regelmäßige Anforderungen, da die Anlagen praktisch das ganze Jahr hinüber in Betrieb sind und daher ständig gewartet und erneuert werden müssen. Praktisch alle Komponenten der Anlagen kommen aus inländischer Produktion, da Deutschland weltweit führend im Bau von Wasserkraftanlagen ist und eine ausgereifte Technologie hervorgebracht hat, die bei höchster Effizienz und geringstem Material- und Ressourcenverbrauch die wertvollste Energie liefert. Darum beneidet uns jede Nation. Dies alles schafft und erhält wertvolle Arbeitsplätze.

Die Wasserkraft, der Grundwasserspiegel und der Hochwasserschutz

 

In Hessen gibt es ca. 580 Wehre, die zur Wasserkraftnutzung verwendet werden. Diese Wehre sind zum allergrößten Teil nicht rückbaubar, da sie aus Gründen des Hochwasserschutzes unabdingbar sind. Die Wehre werden in den meisten Fällen vom Wasserkraftbetreibern unterhalten und dienen gerade innerhalb von bebauten Bereichen zum Energieabbau insbesondere bei Hochwasser. Ebenso sind sie zum Erhalt des Grundwasserspiegels und damit für Trinkwassergewinnung, Landwirtschaft oder auch die Standsicherheit von Gebäuden unabdingbar. Gleichzeitig sichern sie speziell außerhalb besiedelter Bereiche sogenannten Retentionsraum. Dieses Volumen liegt in den Auen vor einem Wehrkörper. Es füllt sich bei Hochwasser auf und verhindert damit eine Überschwemmung der besiedelten Bereiche.

 

Bei Stauhaltungen der Bundeswasserstraßen geht die Schifffahrt mit der Wasserkraft einher. Auch der Bootstourismus ist ohne die Wehre der Wasserkraft im jetzigen Umfang nicht denkbar.

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